Was gibt es zu sehen

Das Husrück-Dorf

Zehn aus verschiedenen Hunsrückdörfern ins Museum übertragene Fachwerkhäuser bilden ein kleines Dorf in dem es einiges zu entdecken gibt: Zum Beispiel ein für evangelische Gemeinden typisches Rathaus, eine Schule, ein Backhaus, Werkstätten vom Besenbinder, Weber, Schmid und vom Schuster. Besonders interessant ist die Gegenüberstellung eines Hauses, das wie in der Zeit seine Erbauung um 1850 und seines Nachbarhauses, das mit dem Mobiliar seiner letzten Bewohner im Stil der 1950er Jahre eingerichtet ist.

Am Güterbahnhof

Güter, Wein und Wasser sind die Grundelemente in diesem Teil des Freigeländes. Die große Güterhalle stand früher am Hauptbahnhof von Konz. Im Inneren erfährt man was früher alles als Stückgut versendet werden konnte. Neben der Halle entsteht gerade die Blechgarage für einen dreirädrigen LKW, der zum regionalen Ausliefern des Stückguts Verwendung fand. Im deutlich größeren Saargauhaus ist das Büro und die Wohnung eines Weinhändlers zu sehen. Wasser gibt es in der für die darunter liegenden Westwallbunker erbauten Wasserreserve und um Wasser nur mit Wasserenergie hochzupumpen wurde die darunter liegende Lambachpumpe erfunden.

Hofanlage Roscheider Hof

Die große Vierseithofanlage – zumindest im Deutschsprachigen Raum das größte Gebäude in einem Freilichtmuseum – beherbergt Dauer- und Sonderausstellungen zum Leben unserer Vorfahren von etwa 1850 bis 1970. Sie sehen kunstvolle Öfen und Kaminplatten, Ausstellungen zum Weinbau und der Schnapsherstellung, zum Wäschewaschen oder zur Körperhygiene, Wohnräume der verschiedenen Epochen und vor allem die Ladengassen, in denen sich Ladengeschäfte und Werkstätten aus dem zwanzigsten Jahrhundert wie in einer kleinstädtischen Straße aneinander reihen. Und wer zwischendurch mal etwas Frischluft braucht kann im Frühjahr den in einem Mauerspalt brütenden Falken zu sehen.

Im Freigelände

Hauptattraktion des Freigeländes sind unsere Gärten. Im Hunsrückweiler liegt neben dem Haus Molz ein „klassischer“ Bauerngarten und vor der Stallscheune der Färberpflanzengarten. Heilpflanzen, die auch noch sehr schön blühen findet man im Kräutergarten unterhalb des Hauptgebäudes. Der benachbarte Rosengarten ist von Mai bis Oktober in Blüte. Oberhalb des Rosengartens befindet sich die Ausstellung historischer Grenzsteine.  Über 200 Obstbäume mit alten Sorten wachsen fast im ganzen Museumsgelände und dienen zur Erhaltung dieser. Die grandiose Obstbaumblüte ist je nach Frühjahrswetter von Ende März bis Anfang Mai zu bewundern.

Im Sommerhalbjahr finden auf der Waldbühne Musik- und Theateraufführungen statt. Rosengarten und Waldbühne kann man auch für einen Hochzeitsfeier mieten.

Baugruppe 20. Jahrhundert

Im Aufbau begriffen ist derzeit noch die Baugruppe des 20. Jahrhunderts.. Zu sehen sind vor allem Behelfsbauten, die aus Fertigteilen errichtet wurden. Die RAD-Baracken sind auch heute weltweit noch das meistgebaute Fertighaus. Bereits fertig gestellt ist eine Baracke des Reichsarbeitsdiensts und eine Nissen-Hütte. Weitere Gebäude sind in Planung.
Auf der untersten Ebene des Geländes erwartet Sie das Waldmuseum, in dem der Wald einerseits als Lebensraum für Mensch und Tier und andererseits als Wirtschaftsfaktor vorgestellt wird.

Tiere im Freilichtmuseum

Nicht zu überhören ist unsere  unsere Schafherde wenn sie neue Besucher mit lautstarkem „määhh“ begrüßt. Die ganz kleinen schwarzen Schafe sind die Quesssant Schafe, die schwarz-weiss gefleckten die Bergschafe und die ganz weißen sind die verbreiteten Merinos.

Neben unseren Haustieren leben auch viele Wildtiere in unserem Museumsgelände. Im Frühjahr kann man Falken im Innenhof des Hauptgebäudes beim Brüten und im Frühsommer als Familienverbund beim Jagen beobachten. Meist ist ein Pärchen von Türkentauben auf dem Gelände, ab dem späteren Nachmittag kann man den Waldkauz rufen hören und im Wäldchen hinter dem Haus Stein „wohnt“ ein Habicht. Bei oder nach Regenwetter kann man sogar einen Bergmolch in der Umgebung des Güterschuppens antreffen.

Weinbau

Unser Museum liegt mitten in Deutschlands berühmtesten Weinanbaugebiet. Allein dieses macht den Weinbau für uns zu einem wichtigen Thema. Im Ausstellungsgebäude widmet sich dem Weinbau eine große Ausstellung.  Sie zeigt mit vielen Exponaten den Ablauf des Weinjahrs und darüber hinaus auch viele historische Keltern. Im Freigelände gibt es gegenüber der Güterhalle einen kleinen Museumsweinberg. Dieser wurde 2019 von der ehrenamtlichen ökumenischen Männergruppe „Ora et Labora“ angelegt und wird seitdem von dieser gepflegt.