Haus Sensemichel
Erbaut: um 1820
Erweitert: 1848
Abgebaut: 1980
Wiedererrichtet: 1981/82
(Rhein-Hunsrück-Kreis)

Das um 1820 erbaute bäuerliche Wohnhaus aus Bell zeigt ein für den Hunsrück typisches Erscheinungsbild Es wurde als zweigeschossiges zweiraumtiefes Fachwerkhaus errichtet, dessen gesamter Wohnteil mit Naturschiefer verkleidet ist.

Links vom Wohnhaus befindet sich ein Stallanbau aus Schiefersteinen von 1848, in dem im Museum moderne Toilettenanlagen eingebaut wurden.


Der Hausname "Sensemichel" geht auf Peter Michel zurück, der im Urkataster von 1831 als Hausbesitzer eingetragen ist. Er hatte den Spitznamen "Sensemichel", weil es seinerzeit vier Personen mit dem gleichen Namen in Bell gab. Der Name wurde zum Hausnamen, nach dem fortan alle seine Bewohner gerufen wurden.

Viel mehr wissen wir leider nicht über die Geschichte dieses stattlichen Hauses.

Im Museum ist im Erdgeschoß die Gaststube einer Dorfwirtschaft eingerichtet, die bei Aktionstagen und bei "Lebender Geschichte" als solche benutzt werden kann. Das Obergeschoß ist als Wohnung vermietet. Dies hilft nicht nur das Museum zu finanzieren, sonder verhindert weitgehend nächtlichen Vandalismus.