Innenhof

Der Gutshof des "Roscheider Hofs" dient heute als Ausstellungsgebäude. Er besteht aus mehreren Gebäuden: Den Kern der Anlage bildet ein Vierseithof, dazu kommen Querscheune (heute Museumseingang und Werkstätten), Wiegehäuschen (mit einer Sammlung alter Waagen im inneren) und die mittlerweile zum Besucherzentrum umgebaute ehemalige Mistanlage.

Clambour Pavillon


Der unter Denkmalschutz stehende rechteckige Fachwerkpavillon steht ganz in der Nähe des Eingangsgebäudes des Museums. Er wurde hier im Jahr 2000 wiedererrichtet, nachdem er zwei Jahre zuvor in der Konzer Innenstadt abgebaut worden war. Hier war er an das so genannte Haus Clambour angebaut, das inzwischen abgerissen wurde.

Kapelle zum Guten Hirten

Die Kapelle "Zum guten Hirten" liegt etwas versteckt links vom Weg am Eingang zum Hunsrückweiler. Es handelt sich um einen kleinen, von Bäumen umrahmten verputzten Bau mit dreiseitigem Abschluss. Sie mußte einem Neubau weichen, und wurde in einer Blitzaktion vor dem Bagger gerettet.

Fachwerkkapelle
Die Kapelle stammt aus der Zeit um 1730 aus Bürder, wenige Kilometer nördlich von Neuwied. Sie ist eine freundliche Gabe der Trierer Diözese und mußte einem neu errichteten Kirchlein weichen.

Friedhof

Im Umfeld der Kapelle aus Bürder ist ein kleiner Friedhof nachgebildet, auf dem sich Grabmale aus drei Jahrhunderten befinden. Manche Grabmale erhielt das Museum als Geschenk, andere tauchten bei Hausabbauten auf, wo sie offensichtlich beim Hausbau eine zweite Verwendung gefunden hatten. Bemerkenswert ist weiterhin der Grabstein eines russischen Kriegsgefangenen aus dem ersten Weltkrieg.

Der Kräutergarten
Der Kräutergarten des Roscheider Hofes enthält über 100 Pflanzenarten, die vom Mittelalter bis in die Gegenwart eine wichtige Rolle als Heil-, Gewürz- und Zauberkräuter spielten und immer noch spielen.




Anstelle des früheren Gemüsegartens des Hofgutes ist heute ein Rosengarten im Biedermeierstil angelegt. Mit Buchsbaum begrenzte Wege gliedern die Fläche symetrisch auf und laufen auf die eiserne Sonnenuhr in der Mitte des Gartens zu. Im Juni lädt der Rosengarten mit dem Duft von etwa 8000 Rosenstöcken auf halbem Weg zwischen Ausstellungsbebäude und Freilichtmuseum zum Verweilen ein. Im Frühjahr blühen hier Osterglocken und Tulpen.

Maret Pavillon
Noch während der Anlegung des Rosengartens im Jahr 1978 wurde das Museum auf ein biedermeierliches Gartenhaus aus Trier aufmerksam. Das fast quadratische Häuschen wurde 1830 im Garten des Trierer "Marzipan- und Chocolate-Fabricanten" Johann Wilhelm Maret (1799 - 1848) erbaut. Er gehörte zum wohlhabenderen Bürgertum der Stadt, und man kann sich vorstellen, wie sich hier an lauen Sommerabenden das gesellschaftliche Leben abspielte.

Grenzsteine
Im Bestreben, uns Gegenwärtigen und der Nachwelt kulturhistrisch wichtiges Gut aus vergangenen Tagen zu bewahren, kam bei uns die Idee auf, alte historische Grenzsteine in unserem Freigelände aufzustellen. Dabei war uns von vornherein klar, daß wir uns auf nur wenige, jeweils typische Exemplare beschränken mußten.

Grüner Pfad
Der Weg ins Freigelände des Museums führt zunächst über den "Grünen Pfad" und über die Streuobstwiese.

Entlang des grünen Pfades werden Feldfrüchte angebaut, die die Kulturlandschaft der Region um Mosel und Saar jahrhundertelang prägten, die aber mit dem Wandel, der sich seit dem 18. Jahrhundert in der Landwirtschaft vollzog, allmählich verdrängt wurden. Die über Jahrhunderte hinweg betriebene Dreifelderwirtschaft wurde durch die Fruchtwechselwirtschaft abgelöst, Hackfrüchte wurden verstärkt angebaut und die Bodenqualität durch Düngung verbessert.

Lehrbienenstand

Ziel des 6 x 9 Metern großen Lehrbienenstands ist es einer breiten Öffentlichkeit die Wichtigkeit der Biene für das gesamte Ökosystem und die Bedeutung ihrer Bestäubungstätigkeit für Wild- und Kulturpflanzen nahe zu bringen. Gleichzeitig sollen mehr und vor allem junge Menschen für die Bienenzucht begeistert und an die Imkerei herangeführt werden, denn nur so kann diese und eine artenreiche Natur nachhaltig gesichert werden. Für „normale" Museumsbesucher gibt es mehrere Bienenstöcke sowie Informationstafeln zur Arbeite des Imkers sowie vor dem Eingang eine „Bienenweide“.

RAD Baracke von aussen


Reichsarbeitsdienstbaracke vom Typ RL IV. Die Baracke war von Kriegsende bis zur ihrem Wiederaufbau ab 2017 in der Eifel eingelagert und der mündlichen Überlieferung nach als Leitstelle für eine V1-Abschussanlage genutzt.

Dieser Type wurde vom Reichsarbeitsdienst 1934 als Mannschaftsbaracke entwickelt und ab 1937 in vielen Lagern eingesetzt. Wie vergleichbare Barackentypen wurde er entworfen um zeitsparend und kostengünstig auf- und wiederabgebaut sowie transportiert zu werden. Der Reichsarbeitsdienst war zu dieser Zeit eine jeder Zeit einsetzbare Bautruppe, die schnell an beliebigen Orten im damaligen Deutschen Reich eingesetzt werden konnte. Diesen Lebens- und Arbeitsbedingungen mussten sich auch die Unterkünfte anpassen.